Was ist Gicht?

Gicht, auch als Arthritis urica bezeichnet, ist eine Purin-Stoffwechselerkrankung, bei der sich zu viel Harnsäure im Blut ansammelt, der Harnsäurewert dementsprechend ansteigt und so Harnsäureablagerungen entstehen.

Durch die richtige Ernährung und entsprechende Medikamente kann man Gichtanfällen jedoch vorbeugen.

Etwa 80% alle Personen, die an Gicht erkrankt sind, sind männlich. Meist tritt die Krankheit bei ihnen zwischen dem 40. und dem 60. Lebensjahr erstmalig auf. Sollte bei Frauen Gicht auftreten, dann meist kurz vor dem Beginn der Menopause. Es wird angenommen, dass die weiblichen Sexualhormone bis zu diesem Zeitpunkt vor Gicht schützen.

Gicht Ursachen: Wie entsteht Gicht?

Meist liegt bei den Betroffenen schon seit der Geburt ein erhöhter Harnsäurespiegel vor. Gicht kann jedoch durch einige Faktoren begünstigt werden. Dazu zählen beispielsweise:

  • Eine ungesunde Lebensweise
  • Übergewicht
  • Bewegungsmangel
  • Unausgeglichene Ernährung
  • Bestimmte Krankheiten
  • Bestimmte Medikamente

Die Harnsäure im Körper wird zum größten Teil über die Nieren ausgeschieden. Funktioniert diese Ausscheidung nicht korrekt, kommt es zu einer Hyperurikämie, also zu zu viel Harnsäure im Blut.

Ein leicht erhöhter Harnsäurewert, wie er übrigens bei zirka 5% aller Männer auftritt, ist jedoch unproblematisch und muss nicht zwingend zu Gicht führen.

Warum erhöht sich der Harnsäurewert?

Harnsäure entsteht im Körper, wenn Purine abgebaut werden. Diese Purine stammen aus zwei verschiedenen Quellen:

  • Lebensmittel. Besonders viele Purine enthalten beispielsweise Wurst, Fleisch und Innereien.
  • Körperzellen. Purine sind ein normaler Bestandteil von Zellen in unserem Körper. Sie werden also freigesetzt, wenn es zum Zellabfall oder Zellabbau kommt.

Erhöhter Harnsäurewert: Ursachen

  • Es werden zu viele Purine durch Lebensmittel aufgenommen
  • Erhöhter Zellzerfall sorgt für mehr Purine was schließlich den Harnsäurewert erhöht
  • Es wird zu wenig Harnsäure durch die Nieren ausgeschieden

Gichtanfall: Ursachen

Wenn bereits eine Neigung zu Gicht vorliegt, dann sind es meist externe Faktoren, die schließlich einen Gichtanfall auslösen. Hierzu zählen beispielsweise:

  • Alkoholkonsum
  • Purinreiche Ernährung
  • Stress
  • Infektionen
  • Stoffwechselschwankungen (durch Diabetes oder strenge Diäten)

Gichtanfall: Was tun?

Was Sie zuerst tun sollten, ist, Ihren Arzt aufzusuchen und sich dort untersuchen zu lassen. Dieser wird Ihnen dann das passende Medikament zur Behandlung von Gicht verschreiben.

Um jedoch bereits zuhause gegen einen Gichtanfall vorgehen zu können, sind die folgenden Maßnahmen empfehlenswert:

  1. Viel Trinken
  2. Verzicht auf purinreiche Lebensmittel
  3. Kühlen der betroffenen Stelle
  4. Die betroffene Stelle hoch lagern
  5. Bettruhe

Welche Medikamente gibt es zur Behandlung von Gicht?

Ihr Arzt wird Ihnen das Medikament verschreiben, welches am besten für Sie geeignet ist. Dieses Medikament können Sie hier bei Treated.com ganz unkompliziert und schnell direkt nach Hause bestellen.

  1. Colchicin mit dem gleichnamigen Wirkstoff in der 500 mcg Dosierung wird eingenommen, um Gichtanfällen vorzubeugen.
  2. Zyloric mit dem aktiven Wirkstoff Allopurinol in der 300 mg oder 100 mg Dosierung ist ein Urikostatikum, welches die Bildung von Harnsäure verhindert.
  3. Adenuric mit dem aktiven Wirkstoff Febuxostat in der 80 mg oder 120 mg Dosierung wird ebenfalls zur Senkung des Harnsäurespiegels eingenommen.