Was verursacht Genitalwarzen?
Genitalwarzen werden von HPV verursacht, einer Geschlechtskrankheit, die jeden treffen kann, der sexuell aktiv ist. Die Warzen werden von zwei unterschiedlichen Typen von HPV verursacht, der Risikogruppe HPV6 und HPV11, die im Gegensatz zu anderen Risikogruppen ein geringes Vorkommen aufweisen. [1]
Feigwarzen (Genitalwarzen) bekommen Sie von ungeschütztem oralem oder vaginalem Sex mit einer infizierten Person. Ungeschützter Geschlechtsverkehr ist immer ein Risiko, da Menschen asymptomatisch an HPV erkrankt sein können und nicht immer bemerken, dass sie das Virus haben. Symptome entwickeln sich auch Jahre nach der Infektion, daher ist es schwer nachzuvollziehen, wann und wie Sie es bekommen haben. [2]
Wie sehen Genitalwarzen aus?
Genitalwarzen gibt es in verschiedenen Formen und Größen. Sie können sowohl flach oder erhöht, hautfarben oder weißlich sein, und Sie können eine einzelne oder mehrere an derselben Körperstelle haben. Wenn viele Warzen nebeneinander entstehen, gleicht die Textur der Oberfläche von Blumenkohl.
Meistens entstehen Warzen auf der Vulva, dem Penisschaft oder der Eichel, dem Hodensack, den Leisten, dem Anus und dem Perineum (der Damm zwischen Anus und Genitalien). Sie können aber auch innerhalb der Vagina, dem Gebärmutterhals und dem Analkanal entstehen, weshalb sie schwer zu entdecken sind. Wenn Sie ungeschützten Oralsex mit einer HPV-infizierten Person hatten, entwickeln sie sich in seltenen Fällen im Mund oder Hals.
Genitalwarzen verursachen normalerweise keine starken Schmerzen. Sie können aber Unwohlbefinden, leichten Schmerz, Jucken und Blutungen auslösen. Am häufigsten wird das juckende Gefühl mit Genitalwarzen verbunden, da Blutungen und Schmerzen meist Folgen von Reibung sind. Diese kann durch Geschlechtsverkehr oder das Tragen enger Kleidung verursacht werden. Falls Sie interne Warze haben und auf Toilette gehen, könnte es sich unangenehm anfühlen oder brennen.
Können Genitalwarzen weitere Probleme verursachen?
Genitalwarzen sind Auslöser einiger Komplikationen. Sollten Sie in Ihrem Gebärmutterhals oder in Ihrer Vagina Genitalwarzen haben, kann das zu Veränderungen im Gebärmutterhals und folglich zu Gebärmutterhalskrebs führen. Daher wird die HPV-Impfung bereits jungen Erwachsenen empfohlen, bevor sie sexuell aktiv werden. Die HPV-Impfung kann um die 100.000 Krebsarten verhindern, [3] denn laut Schätzungen werden weltweit 5% aller Krebsfälle durch dieses Virus verursacht.
Falls Sie schwanger sind, kann Ihr Hormonspiegel dazu führen, dass die Warzen bluten, größer werden und sich vermehren. Falls das passiert, benötigen Sie vermutlich einen Kaiserschnitt. Das Virus könnte außerdem auf das Baby übertragen werden, wodurch sich Warzen in der Luftröhre bilden könnten. Allerdings ist diese Komplikation sehr selten.
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