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 Nebenwirkungen der Hormonersatztherapie

Nebenwirkungen der Hormonersatztherapie

Die Wechseljahre betreffen alle Frauen an einem Punkt ihres Lebens und sie sind oft eine mentale und körperliche Herausforderung. Um gegen Ihre Beschwerden der Wechseljahre vorzugehen, verschreiben Ärzte oft eine Hormonersatztherapie (HET): eine Medikamentengruppe, die Ihre körperlichen Hormone wieder ins Gleichgewicht bringt. Wie die meisten Medikamente, hat auch die HET einige Risiken und Nebenwirkungen.

Zu den häufigsten Nebenwirkungen der HET gehören Empfindlichkeit der Brüste, Blähungen, Verdauungsprobleme und Stimmungsschwankungen. Jede Anwendungsmöglichkeit und Anwendungsform der HET hat allerdings eine andere Liste möglicher Nebenwirkungen.

Hier bei uns finden Sie eine Einführung zu den möglichen Nebenwirkungen von Östrogen-Monotherapien und Kombinationstherapien sowie zu bestimmten Problemen, die mit HET Tabletten, Gelen, Implantaten und Pflastern zusammenhängen. Außerdem schlüsseln wir häufige Fehlannahmen auf, damit Sie eine informierte Entscheidung treffen können, was Sie anwenden wollen und in welcher Form.

Ahmad Nazzal
Medizinisch geprüft von
Ahmad Nazzal, Medizinischer Berater
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Häufige Nebenwirkungen der HET

Jede Art der HET hat andere Nebenwirkungen, ob Östrogen-Monotherapie oder Kombinationstherapie oder die Anwendungsmöglichkeit (Tabletten, Pflaster, Implantate oder Gele). Die HET wird allerdings Frauen verschrieben, die unangenehme Beschwerden der Wechseljahre erleben, was unbehandelt schlimmer sein kann als jegliche von einer HET verursachte Nebenwirkung. HET kann außerdem weitere Komplikationen der Wechseljahre verhindern, zum Beispiel Osteoporose.

In manchen Fällen hat die HET einige schwere Nebenwirkungen, aber viele Frauen haben wenige bis gar keine Probleme mit der HET, wenn Sie die richtige Dosierung und Anwendungsform für sich gefunden haben.

Zu einigen der häufigen Nebenwirkungen der HET zählen Blähungen, Empfindlichkeit der Brüste, Verdauungsprobleme, Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen und Beinkrämpfe.

Depressionen wurden meistens nur in Zusammenhang mit der Kombinationstherapie gebracht. Wenn Ihnen also die Östrogen-Monotherapie verschrieben wurde, ist es unwahrscheinlich, dass Sie Depressionen als Nebenwirkung Ihrer Behandlung erleben.

Zu den Symptomen der Wechseljahre zählen Stimmungsschwankungen und in den meisten Fällen entwickeln diese sich zu verstärkten Angstzuständen und Depressionen. Wenn Sie also während Ihrer HET Symptome von Depressionen bemerken, ist es schwer zu deuten, ob es eine Nebenwirkung Ihres Medikaments oder der Wechseljahre ist. Laut Studien können bestimmte Arten der HET die Symptome von Angstzuständen und Depressionen bei Frauen in den Wechseljahren lindern.

HET kann oft Verdauungsprobleme verursachen, allerdings eher bei der Östrogen-Monotherapie als bei der Kombinationstherapie. Dazu zählen Übelkeit, Verdauungsstörungen, Blähungen und ein generelles Unwohlsein. Diese Probleme können Sie manchmal mit der Anwendung von Pflastern oder Gelen statt Tabletten umgehen.

Für Gewichtszunahme als Nebenwirkung der HET gibt es keine Belege. Gewichtszunahme ist allerdings als Symptom der Wechseljahre bekannt, daher bemerken Sie in dieser Phase möglicherweise dennoch Gewichtsschwankungen, nur ist das nicht in der Hormonersatztherapie begründet.

Haarausfall während der Wechseljahre ist keine Seltenheit. Das kann an dem gesenkten Hormonspiegel Ihres Körpers liegen – HET kann also durch den Ersatz der fehlenden Hormone wieder zu vollerem Kopfhaar verhelfen, falls Sie es während der Wechseljahre verlieren.

Verursachen verschiedene Anwendungsformen der HET unterschiedliche Nebenwirkungen?

Es gibt vier verschiedene Hauptanwendungsformen der HET: Pflaster, Gele, Tabletten und Implantate. Jede davon hat unterschiedliche Risiken und Nebenwirkungen. Manche sind leichter anzuwenden und andere halten länger, sodass Sie sie nicht regelmäßig einnehmen müssen. Einige davon sind Östrogen-Monotherapien, daher kann es in manchen Fällen passieren, dass Sie Progesteron separat einnehmen müssen.

Grundsätzlich gibt es keine HET mit den wenigsten Nebenwirkungen, jede hat ihre Vorteile und Nachteile und es kommt darauf an, welche Sie bevorzugen.

Pflaster sind eine häufige Anwendungsmöglichkeit der HET und die Anwendung ist unkompliziert. Meistens kleben Sie es auf Ihre Haut und ersetzen es nach einigen Tagen mit einem anderen. Wenn Sie es nicht gewöhnt sind, täglich Tabletten einzunehmen und bevorzugen, das nicht zu tun, sind Pflaster vermutlich die einfachere Option für Sie. Da Sie das Pflaster nur etwa zweimal die Woche ersetzen müssen, ist es einfacher, sich daran zu halten als an eine tägliche Tablette.

HET-Pflaster gibt es sowohl als Östrogen-Monotherapie als auch als Kombinationstherapie von Östrogen und Progesteron. Und da die Hormone über Ihre Haut absorbiert werden, vermeiden Sie einige Nebenwirkungen, die Sie von Tabletten bekommen könnten (zum Beispiel Verdauungsstörungen) und senken das Risiko von Blutgerinnseln, Schlaganfällen und Herzinfarkten.

Zu den jeweiligen Nebenwirkungen von HET-Pflastern zählen meistens Hautirritationen und Hautrötungen an der Stelle, an der Sie es angebracht haben, allerdings passiert das nicht jedem. Falls Sie dies bei sich bemerken, kann Ihnen Ihr Arzt ein anderes Pflaster oder eine alternative Anwendungsmöglichkeit der HET empfehlen.

HET Tabletten sind eine der häufigsten Anwendungsmöglichkeiten der HET. In den meisten Fällen nehmen Sie täglich eine Tablette ein, daher entscheiden sich viele Frauen für diesen Weg, sofern es der unkomplizierteste für sie ist, besonders dann, wenn sie lange die Antibabypille eingenommen haben und an die Routine gewöhnt sind, täglich eine Tablette einzunehmen. Auch HET-Tabletten sind sowohl als Östrogenmonotherapie als auch als Kombinationstherapie erhältlich, in jedem Fall brauchen Sie nur eine Tablette.

Im Gegensatz zu anderen Anwendungsmöglichkeiten der HET, haben Sie mit Tabletten ein höheres Risiko, Blutgerinnsel zu bekommen, allerdings ist dieses Risiko sehr gering, daher brauchen Sie sich nicht zu sehr darum zu sorgen.

Zu einigen der häufigsten Nebenwirkungen der HET-Tabletten zählen: Verdauungsprobleme, Erbrechen, Verdauungsstörungen, Magenschmerzen, Schwindel, Kopfschmerzen, Libidoverlust und PMS Beschwerden. Diese können allerdings oft auch mit den Wechseljahren zusammenhängen, daher sollten Sie überprüfen, ob Sie sich mit oder ohne HET besser fühlen.

HET-Gel oder auch Östrogen-Gel ist eine der beliebtesten Anwendungsmöglichkeiten der HET. Bei der Anwendung reiben Sie sie einmal täglich in die Seiten Ihrer Arme oder Beine ein. Da der Stoff von Ihrer Haut absorbiert wird, sinkt das Risiko, Blutgerinnsel zu bekommen, signifikant, im Gegensatz zu HET Tabletten.

Zu den Nebenwirkungen des HET Gels zählen Verdauungsprobleme, geschwollene oder empfindliche Brüste, Scheidentrockenheit, Libidoverlust, Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen und Schwindel. Viele davon sind aber auch Beschwerden der Wechseljahre, daher ist die Ursache manchmal schwer zu definieren.

Einige Menschen behaupten, dass sie vom HET-Gel zunehmen, allerdings gibt es keine Belege dafür. Gewichtszunahme ist allerdings eines der Symptome der Wechseljahre, daher kann diese Annahme daher stammen.

Das HET-Gel ist eine Östrogen-Monotherapie, wenn Sie also keine Hysterektomie hatten, sollten Sie Progesteron separat anwenden – sonst erhöhen Sie Ihr Risiko, Krebs zu bekommen.

Das Implantat ist eine Pille mit verzögerter Wirkstoffabgabe, die unter Ihre Haut gesetzt wird. Der größte Vorteil eines Implantats ist, dass es lange wirkt und Sie sich nicht daran erinnern müssen, eine Tablette einzunehmen, Ihr Pflaster zu wechseln oder Gel aufzutragen. Wenn Sie sich nicht darum sorgen wollen, regelmäßig Ihr Medikament anzuwenden oder einzunehmen, ist das perfekt.

Kurz nachdem Ihr Implantat eingesetzt wurde, gibt es einige Risiken, die Sie beachten sollten. Ihr Körper könnte die Pille abstoßen und wenn das der Fall ist, wird die Pille einen Weg aus Ihrer Haut finden. Das ist zwar selten, aber sollte das passieren, sollten Sie so schnell wie möglich Ihren Arzt aufsuchen. Abgesehen davon könnten Sie nach der Prozedur an der Stelle für ein paar Tage blaue Flecken oder Schmerzen bemerken.

HET-Implantate sind eine Östrogen-Monotherapie, daher müssen Sie Progesteron separat einnehmen, falls Sie die Kombinationstherapie benötigen.

Anwendungsformen und Nebenwirkungen der HET

Ob Sie die Östrogen-Monotherapie nehmen sollten oder nicht und welche Art der Kombinationstherapie Sie nehmen, hängt von der Phase Ihrer Wechseljahre ab und ob Sie eine Hysterektomie hatten oder nicht.

Die Östrogen-Monotherapie wird meistens nur Frauen verschrieben, die eine vollständige Hysterektomie hatten. Der größte Nachteil dieser HET ist der Zusammenhang mit dem Endometriumkarzinom.

Die Kombinationstherapie kann jeder Frau verschrieben werden, die keine Hysterektomie hatte. Das Progesteron darin senkt das Risiko, ein Endometriumkarzinom zu entwickeln. Innerhalb dieser Kategorie gibt es zwei Arten der HET: die zyklische Kombinationstherapie und die kontinuierliche Kombinationstherapie.

Die zyklische Kombinationstherapie wird Frauen verschrieben, die bereits Symptome der Wechseljahre haben, aber noch Regelblutungen bekommen. Die kontinuierliche Kombinationstherapie wird Frauen in der Postmenopause empfohlen.

Die Kombinationstherapie der HET beinhaltet Progesteron, welches wiederum andere Nebenwirkungen hat. Langfristig senkt die Kombinationstherapie das Risiko, ein Endometriumkarzinom zu entwickeln (welches bei einer Östrogen-Monotherapie höher wäre), daher ist es oft das Risiko wert, Nebenwirkungen einer Kombinationstherapie zu bekommen.

Zu den Nebenwirkungen einer Kombinationstherapie können zählen: Bauchprobleme, Schwindel, Kopfschmerzen, Empfindlichkeit der Brüste, trockene Augen, Libidoverlust, Akne, Blähungen, Beinkrämpfe, Stimmungsschwankungen und verändertes Gewicht.

Sollten Ihnen unangenehme Nebenwirkungen von Ihrer Kombinationstherapie auffallen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Dieser prüft Ihre Behandlung und könnte eine bessere Lösung für Sie finden.

Sollte Ihr Östrogenspiegel den Progesteronspiegel übersteigen, könnten Ihnen Beschwerden auffallen, die als „Östrogendominanz” bekannt sind. Ihre Brüste sind dabei empfindlicher, Sie bekommen Blähungen, Beinkrämpfe, Kopfschmerzen, Verdauungsstörungen, Schwellungen und spüren ein generelles Unwohlbefinden. Ein hoher Östrogenspiegel kann das Risiko von Schlaganfällen und Blutgerinnseln sowie Schilddrüsenstörungen erhöhen. Außerdem wurde die Östrogen-Monotherapie in Zusammenhang mit dem Endometriumkarzinom gebracht.

Holen Sie sich Unterstützung für den Umgang mit Nebenwirkungen der HET

Sollten Ihnen unangenehme Nebenwirkungen bei der HET auffallen, sind wir für Sie da. Wenn Sie Ihre Medikamente bei uns bestellen, bleiben wir in Kontakt, um sicherzugehen, dass die Behandlung nicht zu viele Probleme verursacht.

Falls Ihnen unerwünschte Nebenwirkungen auffallen, können wir Ihre Dosierung anpassen, bis wir etwas finden, dass bei Ihnen möglichst wenig Unwohlbefinden verursacht, zudem geben wir Ihnen professionellen Rat zur HET und zu Wechseljahre-Symptomen.

Wie wir Informationen beziehen.

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