Was ist Oxybutynin?
Oxybutynin ist ein zugelassenes Medikament zur Behandlung einer überaktiven Blase – mit anderen Worten, es reduziert Ihren Harndrang. Aber aufgrund seiner Wirkungsweise hat es den zusätzlichen Nebeneffekt, dass es auch Ihre Schweißproduktion verringert. Infolgedessen haben Ärzte damit begonnen, es „off-label“ (außerhalb der Zulassung) für Hyperhidrose zu verschreiben – eine Erkrankung, bei der die Schweißproduktion so stark ist, dass sie als störend und belastend empfunden wird. Oft sind vor allem die Hände, Füße, das Gesicht und die Achselhöhlen davon betroffen.
Auch wenn es viele Belege für die Wirksamkeit des Medikaments gibt, muss ein Arzt dennoch sicherstellen, dass es für Sie geeignet ist, bevor er es verschreibt. Er wird möglicherweise zunächst prüfen, ob Sie bereits andere Behandlungen gegen Hyperhidrose ausprobiert haben, wie z. B. verschreibungspflichtige Deodorants und Änderungen der Lebensweise. In der Regel nehmen Sie Oxybutynin nur ein, wenn diese Maßnahmen Ihnen nicht ausreichend geholfen haben.
Wie wirkt Oxybutynin?
Oxybutynin gehört zu einer Klasse von Medikamenten, die als Anticholinergika bekannt sind. Anticholinergika verhindern, dass ein Enzym namens Acetylcholinesterase (ACh) richtig funktioniert. Das wirkt sich positiv auf die Hyperhidrose aus, denn das Enzym ACh steuert die Geschwindigkeit, mit der Sie schwitzen.[1]
Menschen mit Hyperhidrose reagieren möglicherweise übermäßig stark auf ACh.[2] Wenn Sie also die Wirkung von ACh blockieren, werden Ihre Nerven nicht mehr dazu angeregt, so viel Schweiß zu produzieren.
Dies kann Ihre Symptome lindern und Ihnen Ihre Freiheit zurückgeben.
Welche Dosierungen von Oxybutynin gibt es?
Oxybutynin gibt es in Tabletten zu 2,5 mg und 5 mg. Da es sich um eine Off-Label-Behandlung handelt, gibt es noch keine offiziellen Richtlinien, aber Sie werden wahrscheinlich zwei- oder dreimal täglich eine 5mg-Dosis einnehmen. [3]
Wenn die Dosis, die Sie einnehmen, Ihre Hyperhidrose nicht vollständig unter Kontrolle bringt, sprechen Sie mit unserem Arzt. Er wird Sie beraten, ob Sie die Dosis erhöhen sollten, bis Sie den Behandlungsplan gefunden haben, der am besten zu Ihnen passt. Erhöhen, senken oder beenden Sie Ihre Medikation nicht, ohne vorher mit einem Arzt zu sprechen.
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