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Seit etwa einem Jahr ist mit der Alprostadil Creme Vitaros ein neues Mittel zur Behandlung von Potenzstörungen auf den Markt, das sich seither stetig wachsender Beliebtheit erfreut. Zwar war der Wirkstoff Alprostadil schon länger bekannt, doch bis vor kurzem gab es lediglich eher unangenehme Möglichkeiten der Einnahme: Alprostadil musste in den Schwellkörper injiziert oder in die Harnröhre eingeführt werden. Kein Wunder, dass die meisten Männer dem Verfahren skeptisch gegenüberstanden. Die neue Alprostadil Creme, die unter dem Handelsnamen Vitaros auf den Markt gebracht wurde, setzt nun auf eine wesentlich leichtere Anwendung: Mit Hilfe eines Applikators wird die Alprostadil Creme ganz einfach auf die Spitze des Penis aufgetragen. Nach etwa 5 bis 30 Minuten erfolgt der Wirkungseintritt und damit die gewünschte Erektion.

Der Unterschied zwischen Alprostadil Creme und Tabletten wie Viagra

Potenzpillen wie Viagra und Cialis sind derzeit noch Marktführer auf dem Gebiet der Potenzmittel. Bei den Tabletten kommen Wirkstoffe wie Sildenafil und Tadalafil zum Einsatz, die zu den PDE-5-Hemmern gehören. Diese Wirkstoffe blockieren das Enzym Phosphodiesterase 5 (PDE-5), das für den Abbau der Botenstoffe cAMP (zyklisches Adenosinmonophosphat) und CGMP (zyklishes Guanosinmonophospat) zuständig ist. Diese Botenstoffe sorgen dafür, dass sich die Blutgefäße erweitern, so dass viel Blut in den Penis fließt und die Erektion zustande kommt. Mutter Natur hat dafür gesorgt, dass der Blutfluß mit Hilfe von PDE-5 auch wieder zurückgeht und der Penis erschlafft, denn sonst käme es ständig zu schmerzhaften Dauererektionen. Ist das Enzym PDE-5 jedoch so aktiv, dass durch mangelnden Blutfluß überhaupt keine Erektionen mehr zustande kommen, helfen PDE-5-Hemmer wie eben Sildenafil (Viagra) und Tadalafil (Cialis).

Bei der Alprostadil Creme kommt hingegen ein Wirkstoff aus der Gruppe der Prostaglandin-Analoga zum Einsatz, der Prostaglandin E1 oder eben Alprostadil genannt wird. Prostaglandine sind natürlich im Körper vorkommende Substanzen (der Name leitet sich von Prostate Gland, dem englischen Begriff für die Prostatadrüse ab) und sorgen für eine bessere Durchblutung. Ist die Durchblutung gestört, so dass keine Erektion möglich ist, kann eine künstliche Gabe des Prostaglandins in Form der Alprostadil Creme helfen um die Durchblutung anzuregen. Dazu wirkt Alprostadil auf den Prostaglandin-E1-Rezeptor ein.

Wie funktioniert die Alprostadil Creme?

Musste der Wirkstoff früher noch direkt in den Penis injiziert oder über die Harnröhre eingeführt werden, genügt es heute, die moderne Alprostadil Creme Vitaros mit Hilfe eines Applikators auf die Penisspitze aufzutragen. Dies geschieht mit Hilfe spezieller Zusatzwirkstoffe in der Creme, die die Haut durchlässiger machen, so dass der Wirkstoff optimal aufgenommen wird.

Bei vielen Männern tritt schon nach fünf Minuten die gewünschte Reaktion ein – weit schneller als bei den Tabletten, die zunächst durch den Magen und Darm in den Blutkreislauf und von dort zum Penis gelangen müssen. Die Wirkung hält dann für ein bis zwei Stunden an.

Welche Vorteile hat die Alprostadil Creme gegenüber Tabletten?

Neben dem bereits erwähnten schnelleren Wirkungseintritt hat die Alprostadil Creme einen weiteren ganz entscheidenden Vorteil: Wer Viagra & Co. nicht  verträgt, braucht nun keine Tabletten mehr schlucken, die den Magen und Darm belasten. Die Creme wird topisch (direkt am Einsatzort) aufgetragen und wirkt direkt am Penis. Dadurch verringert sich das Risiko von Nebenwirkungen ungemein, da der Wirkstoff nicht mit dem Blutkreislauf durch den ganzen Körper wandert.

Patienten, die PDE-5-Hemmer aufgrund der Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten (z.B. Alpha-Blockern zur Behandlung von Bluthochdruck oder bestimmte Antibiotika) nicht nehmen dürfen, haben mit Vitaros nun endlich eine sinnvolle Alternative zur Behandlung ihrer Erektionsstörungen zur Hand.