Viagra hat die Erektile Funktion von Millionen von Nutzern verbessert.

Es ist jedoch nicht für jeden, der an Erektiler Dysfunktion (ED) leidet, geeignet; einige wollen vielleicht auch erst einmal eine natürliche Alternative ausprobieren.

Warum entscheiden sich einige für natürliche ED Behandlungsmethoden?

Die Suche nach natürlichen ED Behandlungsmethoden kann zum einen aufgrund einer Wechselwirkung von Viagra und einer Krankheit (wie beispielsweise einen kürzlich erlittenen Herzinfarkt oder Schlaganfall) sein, zum anderen aber auch bedingt durch Wechselwirkungen mit anderen Medikamente, die eingenommen werden (wie beispielsweise Nitrate).

Einige Männer wollen ganz einfach auf die Einnahme von Medikamenten verzichten und suchen deswegen nach natürlichen Alternativen zu Viagra.

Sollten Sie darüber nachdenken, zu einer natürlichen Alternative zu greifen, ist es wichtig zu wissen, dass verschreibungspflichtige Medikamente strenge Tests durchlaufen um lizenziert und schließlich zum Verkauf freigegeben zu werden.

Pflanzliche und andere nicht-verschreibungspflichtige Alternativen unterliegen nicht immer denselben Strengen Tests; aus diesem Grund ist ihre Wirksamkeit und Sicherheit nicht immer entsprechend überprüft werden.

Diejenigen, die an Erektiler Dysfunktion leiden, sollten Ihren Behandlungsplan mit Ihrem Arzt absprechen, bevor sie eine der folgenden Mittel anwenden:

  • Arginin

Erektionen entstehen, wenn durch entspannte Arterien mehr Blut als gewöhnlich in den Penis fließt. Arginin ist eine essentielle Aminosäure, die in vielen Lebensmitteln enthalten ist. Sie entspannt/ lockert die Arterien und beschleunigt so den Blutfluss.

In den meisten Fällen produziert der menschliche Körper genug Arginine und Ergänzungsmittel sind normalerweise nicht ratsam.

Eine Studie, welche sich mit Arginin als ED Behandlungsmethode beschäftigt hat, zeigte, dass es nicht wirksamer ist als Placebo

  • Akupunktur

Akupunktur ist eine der ältesten Heilpraktiken und wird von einigen Männern auch zur Behandlung von Erektiler Dysfunktion angewendet.

Auch wenn das Einstechen von feinen Nadeln in bestimmte Bereiche des Körpers nichts für jedermann ist, so finden jedoch viele, dass es Hilft, den Energiefluss zu verbessern.

Klinische Tests, die sich mit Akupunktur beschäftigt haben, konnten jedoch nicht bestätigen, dass  es Männern hilft, die an Erektiler Dysfunktion leiden. Der Britische Akupunktur-Rat sagte bezüglich des Themas Akupunktur und Impotenz, dass sie “keine eindeutige und positive Empfehlung” geben könnten.

  • Ginseng

Koreanischer roter Ginseng kann rezeptfrei in kapselform gekauft werden und soll nach Einnahme angeblich zu verbesserten Erektionen führen.

Der sogenannte Panax Ginseng enthält eine hohe Anzahl an Ginsenosiden, welche als aktiver Wirkstoff geahndet werden.

Nachforschungen über die Wirksamkeit von Ginseng haben vielversprechende Ergebnisse geliefert, das klinische Verständnis des Extrakts ist jedoch noch nicht fundiert und weitere Nachforschungen sind notwendig um endgültige Schlüsse zu ziehen.

Der Wirkstoff kann mit anderen Medikamenten interagieren; deshalb sollten Sie die Anwendung vor dem Kauf mit Ihrem Arzt absprechen.

  • Granatapfelsaft

Granatapfelsaft wird als “superfood” geahndet, da er viele Eigenschaften von Antioxidationsmitteln besitzt. Kürzlich wurde es außerdem mit der Verbesserung Erektiler Dysfunktion in Verbindung gebracht.

Stickstoffmonoxide werden von dem Körper verwendet, um die Glattmuskel im Penis zu entspannen und eine Erektion hervorzurufen.  

Frühe Stufen der Nachforschungen zeigten, dass Granatapfelsaft dazu führt, die Stickstoffmonoxidanteile hoch zu halten und den oxidativen Stress so in Schach halten. Stabile Stickstoffmonoxidanteile können einigen Männern dabei helfen, eine Erektion zu bekommen und diese auch aufrecht zu erhalten.

Die Ergebnisse dieser anfänglichen Nachforschungen hören sich zwar vielversprechend an, sie werden jedoch nicht als statistisch relevant eingestuft. Das momentane Wissen über Granatapfelsaft und Erektile Dysfunktion ist zur Zeit nicht verlässlich und weitere Nachforschungen sind notwendig.

  • Ziegenkraut

Zur Behandlung von Erektiler Dysfunktion greifen viele Männer zu einer anderen pflanzlichen Alternative: Elfenblumen (oder auch Ziegenkraut genannt).

Der aktive Wirkstoff ist Icariin. Es wird angenommen, dass Icariin ähnlich funktioniert wie zur Behandlung von Erektiler Dysfunktion verschriebene PDE-5-Hemmer.

Sowohl Versuche, die nicht an Menschen durchgeführt wurden als auch Laborversuche erzielten bessere Erektionen; die Wirksamkeit bei Menschen ist noch nicht genau belegt.

  • Gingko

Der Baumextrakt Gingko (“Gingko Biloba”) ist als Lösung und in Kapselform erhältlich. Es wird angenommen, dass diese natürliche Substanz die Stickstoffmonoxid Aktivität erhöht und somit auch den Blutfluss in den Penis, was schließlich zu einer Erektion führen kann.

Eine Studie gibt an, dass Gingko bei Männern, die bestimmte Medikamente wie SSRIs einnehmen, zu verbesserten Erektionen führt; Studien über die Wirksamkeit von Gingko sind jedoch generell nicht sehr aussagekräftig.

  • Therapie

Unsere psychische Gesundheit hat einen großen Einfluss auf unsere allgemeine Gesundheit und kann sich sogar auf physische Konditionen wie Impotenz auswirken. Sozialer Druck kann bei einigen Männern dazu führen, dass sie zögern, sich mit ihren psychologischen Problemen helfen zu lassen.

Es wird angenommen, dass rund 10 bis 20% aller Fälle von Erektiler Dysfunktion psychologische Ursachen haben.

Angst, Stress, erlebte sexuelle Erfahrungen und die mentale Haltung gegenüber Sex können zu Schwierigkeiten führen, eine Erektion zu bekommen und diese zu halten.

Es kann ratsam rein, zuerst die psychologischen Ursachen zu behandeln, bevor Sie mit der Einnahme von Medikamenten zur Behandlung von Erektiler Dysfunktion beginnen. Ihr Arzt wird Ihnen gegebenenfalls psychosexuelle Beratung, kognitive Verhaltenstherapie oder Schwerpunkt-Verhaltenstherapie vorschlagen. Einige Sitzungen werden eventuell mit dem/ der Partner/in durchgeführt, da der Stress, der durch ED hervorgerufen wird, meist auch die Beziehung beeinflusst.

  • Lebensstil

Der natürlichste Weg, Erektile Dysfunktion zu vermeiden ist, einen gesunden Lebensstil zu führen.

  1. Ernähren Sie sich gesund und ausgewogen
  2. Hören Sie mit dem Rauchen auf
  3. Reduzieren Sie Ihren Alkoholkonsum
  4. Nehmen Sie keine Drogen
  5. Machen Sie regelmäßig Sport
  6. Schlafen Sie ausreichend
  7. Vermeiden Sie Stress (wenn möglich)

Auch wenn Ihr Lebensstil Sie nicht garantiert vor Krankheiten bewahren kann, so ist es dennoch ein Schritt in die richtige Richtung.

Mit den oben genannten Hinweisen können Sie Ihren Lebensstil ein wenig gesünder machen und das Risiko, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung, Bluthochdruck oder Übergewicht zu erleiden, verringern. Alle diese Krankheiten können sich übrigens auch auf Ihre erektile Funktion auswirken.