Fries _20and _20burger _1_In Deutschland sind mehr als 50 % der Bevölkerung übergewichtig und das Problem nimmt zu. Die Ursachen sind vielschichtig und Fast-Food-Restaurants sind natürlich nur einer der beitragenden Faktoren. Ihre Häufigkeit macht es aber auch nicht leichter, sich für eine 'Gesunde Ernährung' zu entscheiden und sich nicht einfach einen Burger zu gönnen.

Unsere Studie hat untersucht, wie häufig Fast-Food-Restaurants in den 25 bevölkerungsreichsten Städten Deutschlands sind.

Die Gefahren von Fast Food

Es ist kein Geheimnis, dass Fast Food nicht wirklich gesund ist. Oft bedenken wir die Gefahren von Fast Food, vor allem wenn es regelmäßig verzehrt wird, trotzdem nicht.

Sarah Boocock und Louise Robertson, Ernährungswissenschaftler des NHS (National Health Service - britischer Gesundheitsdienst), haben uns mit ihrem Wissen und ihrer Erfahrung bei diesem Artikel unterstützt.

Das Nette am Fast Food ist, dass es schnell, einfach und oft billig ist. Leider ist es aber auch hoch an gesättigtem Fett und führt oft zur Gewichtszunahme. Ein Burger, Pommes und eine Cola können schon die Hälfte des Kalorien-, Fett-, Zucker- und Salz-Tagessatzes ausmachen.

Sogar gesündere Fast-Food-Optionen, wie Paninis und Salate, können so viel Fett und Salz wie ein Burger enthalten. Trotzdem bleiben Fast-Food-Restaurants eine beliebte Wahl. Das zeigt schon die Tatsache, dass es nur wenige Orte gibt in denen sich keines der großen Markenrestaurants befindet.

Die Studie

Begutachtet wurden die 25 bevölkerungsreichsten Städte Deutschlands, in diesen wurde jeweils die Zahl der folgenden Fast-Food-Restaurants ermittelt: McDonald's, Burger King, Nordsee, Subway, KFC, Starbucks, BackWerk und Dunkin' Donuts. 

Das Ergebnis  

TREATED - DE - Fast Food Map

  • In Frankfurt am Main findet sich die höchste Konzentration an Fast-Food-Lokalen pro Person.
  • Die Stadt mit der geringsten Häufigkeit an Fast-Food-Ketten ist Duisburg.
  • Die zweitplatzierte Stadt Köln zeigt einen deutlichen Abstand zum erstplatzierten Frankfurt, ist aber dicht gefolgt von Nürnberg.
  • Köln ist die Stadt in der BackWerk proportional am stärksten vertreten ist.
  • Nürnberg hat proportional die zweitmeisten McDonald’s, die meisten Nordsee und die drittmeisten Burger Kings und Dunkin’ Donuts.
  • In Frankfurt ist Starbucks proportional am stärksten vertreten.
  • Die höchste Konzentration von McDonald’s findet sich in Bremen mit 17 Geschäften, die einer Bevölkerung von 551.767 Menschen gegenüber stehen.
  • Die meisten KFCs finden sich in Augsburg und in Leipzig gibt es proportional die meisten Subways, die meisten Burger Kings gibt es proportional in Münster und die meisten Dunkin’ Donuts in Berlin.
  • In 10 Städten gibt es keinen einzigen Dunkin’ Donut.
  • Bayern zeigt sich als Bundesland mit den meisten Fast-Food-Restaurants, gefolgt von Baden-Württemberg und Hessen. Unter den sechs Städten mit der höchsten Fast-Food-Restaurant-Dichte sind drei aus Bayern und zwei aus Baden-Württemberg
  • Duisburg zeigt die geringste Anzahl an Fast-Food-Ketten proportional zur Bevölkerung und ist auch in der Gesamtzahl an Fast-Food-Ketten ohne Hinzuziehen der Bevölkerung auf dem vorletzten Platz. Nur Bielefeld mit ca. 150.000 Einwohnern weniger hat weniger Fast-Food-Restaurant.
  • Meistens war die Anzahl der McDonald's die höchste aller Fast-Food-Ketten in den jeweiligen Städten, die einzige Ausnahme war Münster, in der sich mehr Burger Kings und Subways befinden. In Dresden hingegen befinden sich genauso viele Subways wie McDonald's.
  • Frankfurt könnte diese hohe Fast-Food-Ketten-Dichte zeigen, weil sich in dieser Stadt so viel Reisende befinden, die nicht ins Gewicht der Bevölkerung fallen, aber trotzdem Fast Food konsumieren.

TREATED - DE - Fast Food Table

Die Bedeutung der Zubereitung

Die Studie zeigt wie häufig Fast-Food-Restaurants tatsächlich sind. Ihre leichte Erreichbarkeit macht Fast Food natürlich besonders verführerisch.

In Fast-Food-Restaurants kann die Wahl gesünderer Optionen oft schwierig sein, da man kaum Kontrolle über die Größe der Portion, der Zubereitungsmethode und der Menge an Fett, Zucker und Salz, die sich im gewählten Gericht befinden, hat.

Daher ist es wichtig vorauszuplanen und zum Beispiel zur Arbeit zu Hause zubereiteten Lunch mitzubringen. Dadurch kann man kontrollieren, was ins eigene Essen kommt und wie groß die Portion sein soll. Es ist auch eine gute Idee, Snacks, wie Nüsse, Bananen, Jogurt oder getrocknete Früchte, die einen über das Nachmittagstief helfen, einzupacken.

Diese Methode hilft dabei auch an stressigen Tagen nicht der Fast-Food-Versuchung zu verfallen.

Denn das Hoch an Zucker, das Fast-Food mit sich bringt, ist nur kurzfristig. Es sinkt im Laufe des Tages und kann zu verstärkter Müdigkeit führen.

Noch wichtiger ist es jedoch zu bedenken, dass der regelmäßige Genuss von Fast-Food langfristig nicht gesund ist und sich nicht nur auf das Gewicht, sondern auch auf das Herz und das Atmungssystem auswirken kann.

Der gelegentliche Genuss von Fast Food ist aber natürlich erlaubt!