Die Menstruation hat viele Namen, umgangssprachlich wird sie oft als Regel oder Periode bezeichnet, auch die bildliche Bezeichnung Monatsblutung findet Verwendung, medizinisch wird oft die Bezeichnung Mennorrhö verwendet. Sie ist für die Hälfte der Weltbevölkerung für mehrere Jahrzehnte ein monatliches Event und dennoch wissen viele von uns nicht wirklich darüber Bescheid, was in unserem Körper während des Menstruationszyklus abläuft. Inklusive hilfreichem Gif wollen wir hier einen kurzen Überblick über den biologischen Prozess der bei den meisten Frauen zwischen dem 12ten und 15ten Lebensjahr beginnt und mit der Menopause, wenn sie ca. 45-55 sind, endet, informieren. Denn die meisten Frauen haben ihre Menstruation für ca. 40 Jahre, womit sie auf durchschnittlich 480 Monatsblutungen kommen, was sie zu einem wichtigen Teil ihres Lebens macht.

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Tag 1

Der erste Tag der Periode, also der monatlichen Blutungen, stellt den ersten Tag des Menstruationszyklus da. Er wird durch einen

Abfall des Progesterons ausgelöst. Dieser Abfall findet statt, wenn der Körper realisiert, dass die Eizelle nicht befruchtet wurde, in diesem Fall wird das Endometrium (die Gebärmutterschleimhaut)  erneuert, um einer neuen Eizelle die Einnistung zu ermöglichen.

 

 

Tag 3-7

In diesen Tagen stoppt die Blutung meistens und einige Eibläschen (Follikel), die Eizellen enthalten, reifen in einem Eierstock heran, so dass sie am Ende bereit zur Freisetzung während der Ovulation (Eisprung) sind. Die Wahl des Eierstocks, indem im jeweiligen Monat die Eizellen heranreifen, findet zufällig statt.

Tag 7-14

Eines dieser Eibläschen entwickelt sich meist zum dominanten Follikel und entwickelt sich weiter bis es reif ist. Die Gebärmutterschleimhaut beginnt sich zu verdicken.

Tag 14

Um diese Zeit herum verändert sich der Hormonspiegel, was dazu führt, dass das dominante Follikel platzt und die gereifte Eizelle freigibt. Diese tritt aus dem Eierstock aus und beginnt seine Reise in Richtung Gebärmutter. Dieser Prozess nennt sich Ovulation oder Eisprung. Über die nächsten Tage hinweg reist die Eizelle über den Eileiter zur Gebärmutter. In dieser Zeit kann die Eizelle im Fall von ungeschütztem Geschlechtsverkehr mit Sperma in Kontakt kommen, was wiederum zur Befruchtung führen kann. Eine befruchtete Eizelle würde dann weiter in die Gebärmutter reisen, wo sie sich an der verdickten Gebärmutterschleimhaut einnisten und mit der Entwicklung beginnen würde.

Tag 25

Wurde die Eizelle nicht befruchtet, fällt der Hormonspiegel und die Eizelle wird aufgespalten und während der Periode, die in den folgenden Tagen beginnt, gemeinsam mit der vorher verdickten Gebärmutterschleimhaut ausgeschieden.

Die Menstruation ist ein wichtiger Prozess der Fortpflanzung des Menschens, besonders um die Zeit des Eisprungs sind Frauen besonders fruchtbar. Sperma kann in Eileitern aber bis zu sieben Tage lang überleben, was es besonders wichtig macht, während des gesamten Zyklus zu verhüten, wenn man nicht schwanger werden will. Während der Menstruation ist wiederum das Risiko sich mit Geschlechtskrankheiten anzustecken oder sie zu übetragen am stärksten, wobei Verhütung zur Vermeidung dieser auch zu jedem Zeitpunkt stattfinden sollte.

Unser Leitfaden stellt einen typischen Menstruationszyklus dar, aber nur weil der durchschnittliche Zyklus 28 Tage lang ist, heißt das noch lange nicht, dass alle Frauen einen Zyklus genau in dieser Länge haben. Während es Frauen gibt, die immer auf den Tag genau sagen können, wann Ihre Periode beginnt, haben andere immer leichte Fluktuation und veränderte Zykluslängen, die von Stress, Gewichtsveränderungen, Diäten, Medikamenten und anderen Dingen abhängen können.
Natürlich sollte eine regelmäßige gynäkologische Untersuchung stattfinden und nachgefragt werden, wenn irgendetwas Sorgen bereitet, sind jedoch alle Gesundheitsfaktoren abgeklärt, dann sollte man sich keine Sorgen machen, nur weil man vielleicht nicht so einen pünktlichen Zyklus wie die beste Freundin hat.