Weihnachten ist unbestreitbar eine Zeit zum Feiern, für Geschenke und für übermäßigen Genuss.

Zusammen mit dem oft ungemütlichen Wetter kann das eine perfekte Ausgangslage für Krankheiten sein, besonders da unser Immunsystem in den Wintermonaten sowieso schon geschwächt ist.

Daher sollten Sie, auch wenn Sie sich zu Hause entspannen oder die festliche Saison mit Freunden und der Familie genießen, auf Ihre Gesundheit achten und auf bestimmte Beschwerden vorbereitet sein, so dass Ihnen nichts Ihre Festlichkeiten verderben kann.

Hier eine Liste der Erkrankungen, die um diese Zeit des Jahres am häufigsten auftreten:

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Erkältung

Vermütlich die häufigste aller Winterbeschwertden vergeht eine Erkältung meist nach ca. einer Woche, was sie aber nicht angenehmer macht, während man von ihr betroffen ist. Symptome zeigen sich in der Nase, dem Hals oder den Bronchien.

Um eine Erkältung zu verhindern sollte man auf sein Immunsystem achten und das Risiko einer Infektion minimieren. Achten Sie darauf, dass Sie genug schlafen und viel Obst und Gemüse essen.

Grippe

Die Grippe wird von den Influenzaviren A oder B ausgelöst. Jährlich sind etwas 10 bis 20 Prozent der Weltbevölkerung von ihr betroffen. Die Symptome können 7-14 Tage lang anhalten, Zu den wichtigsten Symptomen der Grippe gehören ein plötzlicher Krankheitsbeginn, ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl, das sich im ganzen Körper bemerkbar macht, und hohes Fieber.

Am besten können Sie einer Grippe vorbeugen, indem Sie auf die Grundregeln der Hygiene achten, besonders wenn jemand in Ihrer unmittelbaren Umgebung die Grippe hat. Fragen Sie eventuell auch Ihren Arzt nach einer Impfung.

Alkoholvergiftung

Weihnachtsfeiern finden vor dem eigentlichen Fest so gut wie jedes Wochenende statt, und die Verlockung mehr als gewöhnlich zu trinken ist groß, besonders wenn der angebotene Alkohol auch noch oft gratis ist.

Eine Alkoholvergiftung sollte aber nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Es ist wichtig zu bedenken, dass die Leber nur ca. 0,1 Promille pro Stunde abbaut und dass das Risiko für den Körper umso höher ist, umso schneller getrunken wird. Denken Sie daran sich zu mäßigen, auch wenn die Kollegen um Sie herum das eventuell nicht tun.

Lebensmittelvergiftung

Für das Weihnachtsmahl muss oft mehr als normal auf einmal zubereitet werden und das kann auch einmal dazu führen, dass rohes Fleisch serviert wird. Im Fall von Geflügel, wie dem traditionellen Truthahn, kann das dann sogar zu einer Salmonellenvergiftung führen.

Der beste Weg Lebensmittelvergiftungen zu vermeiden ist es sicher zu gehen, dass alles, was serviert wird, gar ist und zu bedenken, dass ein besonders voll gefüllter Backofen die nötige Bratzeit verlängern kann.

Allergische Reaktion

Das traditionelle Weihnachtsmahl beherbergt so einige Gefahren für Menschen mit schweren Lebensmittelallergien. Shrimpscocktails und Kohlsproßen, die manchmal mit Kastanien gebraten werden, sind zwei potentielle Auslöser von starken allergischen Reaktionen. Und Menschen, die zu Anaphylaxie neigen, müssen darauf achten diese Trigger zu vermeiden.

Wenn andere Leute bekocht werden, muss auf ihre Ernährungsbedürnisse geachtet werden und möglichen Allergene sollten nicht in der Nähe ihres Essens verarbeitet werden.

Chlamydien

Der übermäßige Alkoholgenuss ist nicht die einzige Gefahr, die eine besonders hemmungslose Weihnachtsfeier bergen kann. Studien haben gezeigt, dass Paare, die die Gunst der Stunde unter dem Einfluss von Alkohol nutzen viel häufiger auf Kondome verzichten.

Kondome sind aber entscheidend bei der Vermeidung der Übertragung bakterieller Geschlechtskrankheiten, wie Chlamydien.

Ohreninfektion

Das kalte Wetter führt zwar nicht grundsätzlich zu Ohreninfektionen, aber Infektionen im Hals, die im Winter generell häufiger sind, können von der eustachischen Röhre hinauf wandern und zu Ohreninfektionen führen. Zudem kann die Kälte ohne geeignete Kopfbedeckung zu einer Verschlimmerung des mit der Infektion einhergehenden Unbehagens führen.

Die beste Abwehr ist die Aufrechterhaltung des eigenen Immunsystems. Zudem sollte man sich soweit wie möglich warm halten.

Frostbeulen

Ein Skiurlaub ist eine beliebte Wahl in den Weihnachtsferien. Frostbeulen stellen in eiskalten Temperaturen aber eine echte Gefahr dar. Übliche Anzeichen sind das rot werden der Extremitäten und Schmerzen oder Taubheit im betroffenen Bereich.

Wenn Sie einen Skiurlaub planen, dann bereiten Sie sich entsprechend vor. Warme Kleidung ist neben dem Equipment unabdingbar und denken Sie auch an extra warme Socken und Handschuhe, da besonders Hände und Füße gefährdet sind.

Unterkühlung

Eine weitere Beschwerde, die durch sehr kalte Temperaturen ausgelöst werden kann, ist Hypothermie oder Unterkühlung. Sie zeichnet sich in milden Fällen durch Zittern, Müdigkeit und Kurzatmigkeit aus. Sie kann aber auch schwerwiegender ausfallen und in extremen Fällen sogar zum Tod führen.

Auch hier ist es am wichtigsten, dass Sie sich warm halten. Tragen Sie genügend Schichten, wenn Sie sich in die Kälte begeben und wechseln Sie Ihre Kleidung so schnell wie möglich, wenn sie nass wird.

SAD

Auch als Winterdepression bezeichnet ist die saisonal-affektive Störung (SAD von Seasonal Affective Disorder) eine Depression, die sich durch ihre Saisonalität auszeichnet. Man geht davon aus, dass sie durch einen Mangel an Sonnenlicht, das die Melatoninproduktion beeinflusst, ausgelöst wird.

Es ist möglich die Effekte von SAD zu verringern. Empfohlen wird so viel Zeit wie möglich in natürlichem Tageslicht zu verbringen, sich ausgewogen zu ernähren und viel Obst und Gemüse zu essen, um das Vitamin-D-Level auf einem gesunden Niveau zu halten. Suchen Sie gegebenenfalls einen Arzt oder Psychologen auf, um sich näher beraten zu lassen.

Stress

Weihnachtsshopping kann im Dezember oft zu besonders viel Stress führen. Zuerst müssen Geschenke eingekauft werden und dann finden auch schon die Schlussverkäufe statt, das kann auch die Stresselevel des geduldigsten Einkäufers in die Höhe schnellen lassen.

Das Weihnachtsshopping so früh wie möglich zu erledigen ist eine Möglichkeit den Stress zu vermeiden. Eine andere ist es die Shoppingtrips genau zu planen und die Geschäfte, wenn möglich, dann zu besuchen, wenn sie nicht ganz so voll sind. Also möglichst nicht am Wochenende vor Weihnachten.

Fettleibigkeit

Das Weihnachtsessen ist eine Mahlzeit auf die wir uns alle freuen und es ist ganz natürlich, dass wir uns etwas gehen lassen und mehr als normal verzehren.

Fettleibigkeit ist aber ein mittlerweile weit verbreitetes Problem und auch wenn der Genuss eines einmaligen kalorienreichen Festmahls keinen Einfluss auf den BMI hat, kann der übermäßige Verzehr von fettreicher Nahrung, der in der Weihnachtszeit oft so normal ist, dazu führen, dass dies zur Gewohnheit wird, was wiederum zu Fettleibigkeit und auch zu einem erhöhten Cholesterinlevel führen kann.

Es ist immer einfacher sich konsistent gesund zu ernähren, als nach einer Zeit der Maßlosigkeit zu seinen gemäßigten Gewohnheiten zurückzufinden. Beachten Sie Ihre Kalorien- und Zuckereinnahme in der Weihnachtszeit und versuchen Sie sich, soweit möglich, ausgewogen zu ernähren.

Geben Sie acht auf sich und genießen Sie die Weihnachtszeit!