Von den Symptomen bis zu den einzelnen Triggern, die einen Anfall auslösen, kann Asthma Menschen auf unterschiedliche Arten beeinflussen. Daher ist die Sprache von verschiedenen Unterarten beim Asthma, die diese kleinen Unterschiede berücksichtigen.

In diesem Beitrag werden wir die verschiedenen Unterarten näher beleuchten und darauf eingehen, wie diese behandelt werden und was Sie tun können um akute Anfälle zu verhindern.

Belastungsasthma (Anstrengungsasthma)

Belastungsasthma entsteht bei körperlicher Belastung und führt zu Engegefühlen in der Brust, Kurzatmigkeit  und Husten.

Manche Menschen bemerken nur nach sportlichen Aktivitäten Asthma-Symptome bei sich oder stellen fest, dass Sport und andere körperliche Anstrengungen ihr Asthma verschlimmert. Dann ist von Belastungsasthma oder Anstrengungsasthma die Rede.

Dies sollte Sie jedoch nicht zu der Annahme veranlassen, dass eine solche Asthma-Diagnose zukünftige sportliche Aktivitäten verbietet. Im Gegenteil. Leichte körperliche Aktivität wird sogar empfohlen um die Symptome zu lindern und die Lungenkapazität zu steigern.

Um die Symptome besser zu kontrollieren, sollten Sie sich sorgfältig aufwärmen und Ihren präventiven Inhalator vor dem Sport verwenden.

Berufsbedingtes Asthma

Stellen Sie Asthmasymptome vor allem dann fest, wenn Sie sich am Arbeitsplatz aufhalten, leiden Sie möglicherweise unter berufsbedingtem Asthma. Zu den Symptomen gehören Atembeschwerden, röchelnder Atem und Engegefühle in der Brust.

Bei manchen Berufstätigkeiten ist das Risiko an berufsbedingtem Asthma zu erkranken höher als bei anderen, weil die Mitarbeiter bestimmten Chemikalien, Dämpfen und Staub ausgesetzt sind. Zu den gefährdeten Arbeitsplätzen gehören Bäckereien, metallverarbeitende Betriebe, Bauernhöfe, Friseurgeschäfte und Tätigkeiten in der Gesundheitsbranche und in der Gebäudereinigung.

Manchmal entwickelt der Körper eine Allergie gegen eine Substanz, der er über einen langen Zeitraum regelmäßig in größeren Mengen ausgesetzt war.

Diese Form des Asthmas ist die häufigste Diagnose bei Erwachsenen, bei denen erstmals Asthma festgestellt wird. Die Diagnose zwingt viele Erkrankte dazu, eine längere berufliche Auszeit zu nehmen oder sich beruflich zu verändern.

Schwer kontrollierbares Asthma

Schwer zu kontrollierendes Asthma und schweres Asthma sind zwei unterschiedliche Formen, die eine Minderheit der Asthmatiker betreffen. Menschen, die mit schwer zu kontrollierendem Asthma leben, leiden häufiger unter Atemproblemen und erleben häufiger gefährliche Asthmaanfälle.

Diese Form der Erkrankung wird meist durch eine weitere chronische Krankheit begünstigt, durch das Rauchen oder durch ein schlecht eingestelltes Asthma. Mit der richtigen Unterstützung eines fachkundigen Mediziners lässt es sich häufig besser in den Griff bekommen.

Schweres Asthma

Die Symptome des schweren Asthmas ähneln denen des schlecht zu kontrollierenden Asthmas, benötigen jedoch eine komplexere Behandlung durch medizinische Spezialisten und können zu längeren Aufenthalten im Krankenhaus führen.

Von schwerem Asthma ist die Rede, wenn reguläre Behandlungsmethoden wie Kortison nicht die gleiche Wirkung entfalten wie bei leicht erkrankten Asthmatikern. Dann sind intensivere Behandlungsmethoden wie Vernebler, Physiotherapie und Psychologie gefragt.

Saisonales Asthma

Leiden Sie nur zu bestimmten Jahreszeiten an Asthmasymptomen, leiden Sie möglicherweise unter saisonalem Asthma. Dieses beruht auf einer allergischen Reaktion auf bestimmte Vorkommnisse in dieser Jahreszeit, zum Beispiel Pollen im Frühling oder Schimmelbildung.

Um das eigene Asthma individuell besser kontrollieren zu können1, sollten Sie Ihre eigenen saisonalen Trigger ermitteln.

Nächtliches Asthma

Nächtliches oder nokturnales Asthma raubt Betroffenen den nächtlichen Schlaf und führt zu Müdigkeit und Gereiztheit.  Bei ihnen macht sich das Asthma meist abends bemerkbar, wenn sie versuchen einzuschlafen oder es reißt sie in den frühen Morgenstunden aus dem Schlaf.

Die genauen Ursachen konnten noch nicht ermittelt werden, doch Experten vermuten einen Zusammenhang zwischen einer liegenden Position und dem Einfluss von kühlerer Luft im Schlafzimmer und dem Staub in Bodennähe.  Der Einsatz eines langanhaltenden präventiven Inhaliergerätes tagsüber kann dazu beitragen, das Risiko nächtlicher Asthmaanfälle zu senken.

Analgetika-Asthma (Medikamenten-induziertes Asthma)

Aspirin und andere nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) können bei manchen Menschen schwere Asthmaanfälle auslösen². Häufig treten sie mit bestimmten nasalen Symptomen wie Rhinitis (Nasen- und Schleimhautentzündungen) und Nasenpolypen auf.  Der Mediziner stellt die Diagnose Medikamenten-induziertes Asthma wenn sich nach der Einnahme von Aspirin oder eines anderen NSARs die Nasenschleimhaut entzündet und verstärkte Asthmaanfälle auftreten.