Wenn angenommen wird, dass Sie eine Allergie haben könnten, so wird Ihnen zuerst ein Test empfohlen.

Es gibt verschiedene Arten von Tests, aus denen Ihr Arzt oder Allergiespezialist die für Sie am besten geeignete Methode auswählen wird.

Abhängig von dem Ergebnis des Tests wird Ihnen geraten, wie Sie die Auslöser Ihrer Allergie am besten umgehen können.

Haut-Prick-Test

Anhand dieser Art von Testmethode kann man eine Reihe von verschiedenen Allergien feststellen; auch die, die durch Lebensmittel oder eingeatmete Substanzen hervorgerufen werden.

Dieser Test kann sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen durchgeführt werden. Hier wird meist der Unterarm genutzt, in einigen Fällen jedoch auch der Rücken oder der Oberschenkel.

Es werden kleine, schmerzlose Einstiche vorgenommen und ein kleine Menge des Allergens wird in die Haut eingesetzt. Jeder Einstich wird mit einem Code gekennzeichnet, um nachvollziehen zu können, welches Allergen welche Reaktion hervorruft.

Wenn eine allergische Reaktion vorliegt, wird die Haut üblicherweise rot, uneben und beginnt zu jucken. Ein Spezialist wird die Ergebnisse nach zirka 15 Minuten bewerten und Ihnen sagen, ob Sie eine Allergie haben oder nicht. Der komplette Test dauert zirka 40 Minuten.

Bluttest

Es kann Blut entnommen werden um die Menge der produzierten Immunoglobulin E (IgE) Antikörper nach der potenziellen allergischen Reaktion festzustellen.

Das entnommene Blut wird dann ins Labor gesendet und von einem Spezialisten untersucht. Die Testergebnisse bekommen Sie üblicherweise innerhalb von 7-14 Tagen.

Dieser Test kann nicht feststellen, wie stark die Allergie ausgeprägt ist. Er kann also nicht genutzt werden um eine potenzielle Anaphylaxie zu diagnostizieren.

Pflastertest

Pflastertests (Patch-Tests) werden von Hautärzten durchgeführt um festzustellen, welches Allergen zu einer Hautreaktion wie beispielsweise einem Ekzem oder Dermatitis führt.

Hier werden kleine Aluminiumscheiben auf die Haut geklebt, die mit einem Pflaster welches das potenzielle Allergen enthält, versehen sind. Dies wird direkt auf der Haut angebracht, üblicherweise auf dem Rücken.  

Die verwendete Hautstelle sollte frei von Ekzemen sein. Sie werden gegebenenfalls auch gebeten, die Medikamenteneinnahme zu unterbrechen, da Steroidcremes und Tabletten die Reaktion kaschieren könnten.

Dieser Test umfasst die am häufigsten auftretenden Allergene und auch die, die Sie von zuhause oder aus dem Büro mitbringen. Hierzu zählen meist Kosmetika oder Materialien, mit denen Sie arbeiten.

Diese Pflaster bleiben für zirka 48 Stunden auf der Haut; dann werden Sie von einem Spezialisten entfernt und untersucht. Allergische Reaktionen führen meist zu gereizter Haut, de meist etwas juckt.

Oraler Toleranztest (OFC)

Diese Art von Test wird normalerweise ausgeführt, wenn Blut- oder Haut-Prick-Tests ergebnislos blieben.

Hier besteht das Risiko, dass der Tests zu einer stärkeren Reaktion führt, die gegebenenfalls medizinischer Behandlung bedarf. Aus diesem Grund wird diese Art von Test üblicherweise in einem Krankenhaus durchgeführt, da dort das medizinische Equipment und ärztliche Unterstützung vorhanden sind, falls notwendig.

Während dieses Tests nimmt der Patient abgemessene Dosierungen des potenziellen Lebensmittel-Allergens zu sich. Der Test beginnt mit einer sehr kleinen Dosierung, welche zu keiner Reaktion führen sollte. Der Patient wird für einen bestimmten Zeitraum nach jeder Dosis beobachtet. Wenn es keine Reaktion gibt, wird die nächste Dosis verabreicht.

Sollte es doch zu einer Reaktion kommen, so wird der Test unterbrochen.

Der Test kann auf verschiedene Arten durchgeführt werden:

  • Oraler Provokationstest/ Open food challenge. Bei diesem Test wissen sowohl der Patient als auch der Arzt, welches das Allergen ist, das getestet wird. Diese Version des Tests wird ausgewählt, wenn es sehr unwahrscheinlich ist, dass die Nerven des Patienten auf die Reaktion auswirken. 
  • Single-blind food challenge. Hier weiß nur der Arzt, welches Allergen getestet wird.
  • Double-blind placebo controlled food challenge. Das Allergen wird neben einem Placebo verabreicht und weder der Arzt noch der Patient wissen, was was ist. Dies führt zu objektiven Ergebnissen, die weder vom Arzt noch von der Angst des Patienten beeinflusst werden.

Symptom/ Lebensmittel-Tagebuch

Eine andere Möglichkeit um Ihre Lebensmittel-Allergene zu identifizieren, ist eine Art Tagebuch zu führen. Hier sollten Sie die folgenden Sachen eintragen:

  • Jedes Lebensmittel oder Getränk, das Sie zu sich nehmen
  • Die Zeit, zu der Sie es zu sich genommen haben
  • Die Aktivität, die Sie zu dieser Zeit ausgeübt haben
  • Die Symptome die aufgetreten sind und wie lange diese angehalten haben
  • Die Behandlungsmethode, die Sie gewählt haben
  • Die Wirksamkeit der Behandlungsmethode

Die Informationen, die Sie erfassen, sollten die Zusammenhänge der Lebensmittel und der allergischen Reaktionen hervorheben. Ihr Arzt wird diese Informationen verwenden, um den bestmöglichen Behandlungsplan für Sie zu finden und Ihnen Ernährungshinweise zu geben. So können Sie Ihre Ernährung anpassen und in Zukunft hoffentlich die unangenehmen allergischen Reaktionen vermeiden.