Illegale Diätpillen sind nachweislich gesundheitsgefährdend und sollten deshalb unbedingt umgangen werden.

Diätpillen oder andere Medikamente zur Gewichtsreduktion, die illegal sind, haben die strengen Sicherheits- und Wirksamkeitstests der Arzneimittelbehörde nicht bestanden.

Zur Zeit gibt es in Großbritannien lediglich ein verschreibungspflichtiges Medikament zur Gewichtsreduktion, das legal erhältlich ist: Orlistat. Orlistat wird auch unter den Markennamen Xenical und Alli verkauft.

Um sicherzugehen, dass Orlistat korrekt verschrieben wird, muss der Patient eine Konsultation mit einem Arzt haben. Während dieser Konsultation wird der Arzt den BMI des Patienten überprüfen.

Internetseiten, die illegale Diätpillen verkaufen, haben sehr wahrscheinlich keinen Arzt, der eine Konsultation mit dem Patienten anbietet, oder die Bestellung überprüft. Diese Art des Verkaufs birgt Risiken für diejenigen, die die Medikamente kaufen.

Was macht sie so gefährlich?

Illegale Medikamente zur Gewichtsabnahme werden nicht reguliert  und erfüllen demzufolge auch nicht die Kriterien der Arzneimittelbehörde. Sie können unter Umständen sehr gefährlich sein und ein potenziellen Gesundheitsrisiko darstellen.

Illegale Medikamente zur Gewichtsreduktion können:

  • verbotene oder gefährliche Substanzen enthalten
  • schwere oder lebensgefährliche Nebenwirkungen hervorrufen
  • sich auf die Wirkung anderer Medikamente auswirken und zu lebensgefährlichen Nebenwirkungen führen
  • nicht so wirken, wie es dem Anwender versprochen wird
  • gar nicht wirken

Internetseiten, die solch illegale Tabletten verkaufen, werben oft mit ansprechenden Ergebnissen, zu denen das Medikament verholfen hat. Aufgrund der oben genannten Gründe beruht dies jedoch nicht auf wissenschaftlichen Fakten.

Da illegale Tabletten zur Gewichtsreduktion nicht ausreichend getestet werden, gibt es keinerlei Nachweise für ihre tatsächliche Wirksamkeit.

Verglichen mit den potentiell sehr gefährlichen Auswirkungen auf Ihre Gesundheit ist dies wahrscheinlich ein eher geringeres Argument, jedoch kann es gut sein, dass das Produkt gar nicht hält, was es verspricht und Sie Ihr Geld zum Fenster herauswerfen, wenn Sie illegale Diätpillen erwerben.

Nebenwirkungen

Die Medien haben in den letzten Jahren über viele tragische Vorfälle durch illegale Diätpillen berichtet.

Die auftretenden Nebenwirkungen sind von Anwender zu Anwender unterschiedlich, können zu permanenten gesundheitlichen Schäden führen und enden in einigen Fällen sogar tödlich.

Zu anderen Nebenwirkungen zählen beispielsweise:

ungewöhnlich hohe Körpertemperatur, da der Stoffwechsel stark angekurbelt wird

  • Blaseninfektionen
  • Nierenversagen
  • Herzerkrankungen
  • Herzrhythmusstörungen
  • Bluthochdruck
  • Schlaganfall
  • Kopfschmerzen
  • Krampfanfälle
  • Psychose

Regulierte Tabletten zur Gewichtsabnahme können bei einigen Anwendern ebenfalls Nebenwirkungen hervorrufen. Diese wurden jedoch ausreichend überprüft und sind außerdem im Beipackzettel aufgeführt.

Sollte ein Medikament ein potenzielles Gesundheitsrisiko darstellen, so wird es von der Arzneimittelbehörde entweder gar nicht genehmigt oder nur unter Umständen verschrieben, wenn es wirklich notwendig ist. Dies gestattet potentiellen Nutzern, informiert eine Entscheidung zu treffen.

Verbotene Substanzen

Illegale Diätpillen enthalten gegebenenfalls verbotene Substanzen.

Die Arzneimittelbehörde hat eine große Menge an Tabletten ausfindig gemacht, die als pflanzlich verkauft werden, obwohl bei Tests herausgefunden wurde, dass auch künstliche Inhaltsstoffe enthalten waren. Einer dieser Inhaltsstoffe war Sibutramin, welches seit 2010 in ganz Europa verboten ist, da es nach aller Wahrscheinlichkeit zu Herzinfarkten oder Schlaganfällen führt.

Eine weitere illegale Diätpille ist unter dem Namen DNP (Dynamic nutrient provider), welche normalerweise als Pflanzendünger oder Pestizid genutzt wird. Das Schlucken der Tablette kann tödlich sein.

Aus diesem Grund ist es natürlich illegal, DNP als Diätpille oder generell zur menschlichen Einnahme zu verkaufen.

Jegliche Internetseiten, die dieses Produkt als Diätpille verkaufen, sollten umgangen werden. Sollten Sie den Verdacht haben, dass eine Internetseite ein illegales Produkt verkauft, können Sie sie bei der Arzneimittelbehörde melden.

Neben verbotenen Substanzen können illegale Diätpillen unter anderem Inhaltsstoffe enthalten, die nicht angegeben werden. Gefälschte Diätprodukte enthalten beispielsweise Stimulanzien, Diuretika und Antidepressiva. Diese Inhaltsstoffe können in unregulierten Mengen zu den schweren, oben genannten Nebenwirkungen führen.

Kontraindikationen

Bevor der Arzt ein Rezept ausstellt, wird er den Patienten auf das Risiko möglicher Kontraindikationen untersuchen. Dazu zählen Krankheiten, die der Patient hat und Medikamente, die er oder sie einnimmt, die möglicherweise zu Wechselwirkungen führen könnten, wenn das neue Medikament eingenommen wird.

Diesen wichtigen Aspekte wird keine Beachtung geschenkt, wenn Sie illegale Diätpillen erwerben, die ein gesundheitliches Risiko darstellen oder sogar lebensgefährlich sein können.

Bleiben Sie auf der sicheren Seite

Sollten Sie auf der Suche nach pflanzlichen Mitteln sein, sollten Sie immer nach dem THMP Logo (Zulassung traditioneller pflanzlicher Arzneimittel) und der THR/PL Nummer Ausschau halten. Diese dienen dazu, pflanzliche Arzneimittel zu erkennen, die korrekt von der Arzneimittelbehörde überprüft wurden.

Wenn Sie einen Diätplan mit Hilfe von Tabletten zur Gewichtsreduktion ausarbeiten wollen, sollten Sie zuerst mit einem Arzt sprechen. Dieser wird Sie ausreichend beraten und beurteilen können, ob Medikamente dieser Art für Sie geeignet sind.