Der Body-Mass-Index, meist abgekürzt als BMI, ist die meistverwendete Methode um Gesundheitsrisiken, die mit dem Körpergewicht zusammenhängen, zu kalkulieren.

Dabei werden die Körpergröße und das Gewicht eines Menschen in Zusammenhang gebracht.

Menschen mit höherem BMI besitzen ein größeres Risiko um Krankheiten wie Diabetes Typ 2 und Herzprobleme zu entwickeln, die mit einer ungesunden Ernährung verbunden sind.

Wie wird der BMI berechnet

Der BMI wird mit einer ganz einfachen Formel berechnet:

Gewicht in Kilogramm (kg)  geteilt durch die Körpergröße in Metern (m) zum Quadrat

Eine Person, die bei einer Körpergröße von 1,75m 72 Kilogramm auf die Waage bringt, hat also einen BMI von:

72 / (1,75 x 1,75) = 23,5

Welche Kategorien hat der BMI?

Die meisten Menschen fallen in eine von drei Kategorien:

  • Gesundes Gewicht

  • Übergewichtig

  • Fettleibig (adipös)

Die Weltgesundheitsorganisation teilt die Menschen jedoch genauer in acht unterschiedliche Kategorien auf:

  • Extrem untergewichtig: <15

  • Stark untergewichtig: 15-16

  • Untergewichtig: 16 – 18,5

  • Normalgewichtig: 18,5 – 25

  • Übergewichtig: 25 – 30

  • Adipös 1. Grad: 30 – 35

  • Adipös 2. Grad: 35 – 40

  • Adipös 3. Grad: >40

Die Kategorien werden jedoch nicht überall auf der Welt gleich angewendet. In den USA galt bis 1998 eine Obergrenze von 27,8 für das Normalgewicht, ehe sie auf 25 gesenkt wurde. In Japan gibt es keine unterschiedlichen Kategorie für Übergewicht: Ein BMI von 25 und mehr gilt ganz einfach als adipös.

Was bedeuten diese Kategorien?

Überschreitet der eigene BMI das Normalgewicht von maximal 25, erhöht sich das Risiko für ernährungsbedingte Krankheiten. Menschen mit einem BMI ab 30 gelten sogar als hochgradig gefährdet. Zu den häufigsten ernährungsbedingten Krankheiten gehören:

  • Diabetes Typ 2

  • Bluthochdruck

  • Herzkrankheiten

  • Schlaganfälle

Menschen mit dunkler Haut oder asiatischer Herkunft haben sogar schon bei einem niedrigeren BMI ein erhöhtes Risiko für Diabetes Typ 2 und andere Krankheiten. Innerhalb dieser Gruppen gilt, dass:

  • Das Risiko ab einem BMI von 23 erhöht ist

  • Das Risiko ab einem BMI 27,5 sehr hoch ist

Auch untergewichtige Menschen gelten als risikogefährdet. Menschen, die nicht genug essen, können an Mangelerscheinungen leiden, weil ihr Körper nicht ausreichend mit Nährstoffen versorgt wird. Ihr Immunsystem ist geschwächt, sodass sie anfälliger für Infektionen sind.

Es kann durchaus sein, dass hinter Untergewicht eine bislang undiagnostizierte Krankheit verborgen liegt.

Was können Sie tun

Menschen mit einem BMI im übergewichtigen oder adipösen Bereich können ihn mit einer Kombination aus Diät und Bewegung senken. Ihr Hausarzt berät Sie gerne beim Aufstellen eines Diät- und Fitnessplans, mit dem Sie in gesundem Tempo Ihr Gewicht allmählich senken.

Stellt das Übergewicht bereits eine ernsthafte Gefährdung der Gesundheit dar und weder Diät noch Bewegung haben die gewünschten Erfolge erzielt, kann Ihr Arzt auch spezielle Medikamente für den Gewichtsverlust verordnen. Diese Medikamente werden gewöhnlich erst für Menschen mit einem BMI ab 27 verschrieben.

Die Nachteile des BMI

Der Body-Mass-Index ist eine beliebte und einfach anzuwendende Formel, doch sie liefert nicht immer genaue Hinweise auf das Verhältnis von Körperfett zur Körpermasse.

So misst der BMI zwar das Gewicht, unterscheidet dabei aber nicht zwischen Fett und Muskeln. Muskeln wiegen mehr als Fett, sodass Menschen mit einer muskulösen Statur und einem sehr niedrigen Körperfettanteil vom BMI trotzdem als übergewichtig oder gar adipös eingestuft werden.

Ein weiterer Nachteil des BMI ist die Tatsache, dass kein Unterschied zwischen verschiedenen Altersstufen gemacht wird. Dies betrifft besonders ältere Personen. Die Muskelmasse nimmt mit zunehmendem Alter ab, doch die Formel berücksichtigt nicht, ob die Muskeln durch Fett ersetzt werden. Dadurch können ältere Menschen einen gesunden BMI haben, obwohl ihr Körperfettanteil tatsächlich schon im ungesunden Bereich liegt.